Ilse 5 min. 5 min.

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich etwas aus dem Kosmetikbereich für euch. Kommt aber auch aus der Küche; ein selbstgebmachtes Deo!  Ich bin schon lange auf der Suche nach einer Alternative dafür. Ich möchte keine Aluminiumsalze mehr an meine Haut lassen und Alkohol mag ich auch nicht als Trägerkomponente nehmen. Meine Tochter kommt nun in das Pubertäts-Alter und da wird dieses Thema ebenfalls immer interessanter und wichtiger. Ich habe mich nun durch viele, viele Beiträge durchgelesen und so manche Deos ausprobiert. Hängen geblieben bin ich bei diesem Deo. Es ist sowas von einfach und die Zutaten hat so gut wie jeder zuhause. Meine Menge richtet sich nach dem Gläschen aus. Ihr könnt es variieren so wie ihr es braucht. Mein Döschen fasst 50ml.

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Zutaten:
30g Natron,
30g Maisstärke,
30g Kokos-Öl;

zusätzlich eventuell
ein paar Tropfen ätherisches Öl;

Zubereitung:
Das Kokosöl ganz vorsichtig schmelzen. Das Öl braucht keine große Hitze. Restwärme vom Kochen reicht aus. Und das auch nur für eine Minute. Natron und Maisstärke in das geschmolzene Öl einrühren. Wer nun mag, kann ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu geben. Das muss nicht sein, ist aber ganz nett.

Ich habe zB 5 Tropfen Teebaumöl rein gegeben. Teebaumöl hilft gegen das Schwitzen (man bleibt also länger trocken) und die Bakterien werden abgetötet, so dass kein Geruch entsteht (dafür ist aber auch das Natron zuständig). Außerdem können sich dann im Deodöschen keine Keime bilden. Es ist quasi ein super Konservierungsstoff. Und es beruhigt gestresste Haut zB nach einer Rasur. Wer den Geruch nicht mag, oder keines zuhause hat, der braucht sich jetzt nicht extra ein Fläschchen besorgen. Es muss nicht sein.

Weiters habe ich noch 15 Tropfen Lavendelöl dazu gegeben. Lavendel richt sehr gut und der Duft vertreibt zB Gelsen und Mücken. Da ich von diesen Plagegeistern in den Sommermonaten regelrecht aufgefressen werde, kann das gar nicht schaden, dem ein wenig gegenzusteuern. Lavendel wirkt auch antibakteriell, entzuündungshemmend und beruhigend.

Wer kein ätherisches Öl dazu gibt, der hat dann ein neutrales Deo, das nach nichts riecht. Wenn ein ätherisches Öl dazu gemischt wird, dann bitte auf die Qualität achten!

Das fertige Gemisch in ein kleines Döschen mit Deckel füllen und erkalten lassen. Wichtig ist, das Döschen zuvor zu sterilisieren. Dazu einfach das saubere Döschen samt Deckel in einen Topf mit Wasser geben und es für ein paar Minuten auskochen lassen. Beim Geschirrspüler bin ich mir da nie so ganz sicher, dass die Sachen dann wirklich ganz keimfrei sind. Da leg ich lieber noch einmal selber Hand an :-)

Die Creme fühlt sich beim Auftragen ein wenig „sandig“ an. Das liegt wohl am Natron. Ich nehme das ganz feine Natron von Dr. Oetker, aber anscheinend ist das noch nicht fein genug. Wer die Muse hat, kann das Natron noch in einem Mörser fein zermahlen. Es kann auch sein, dass sich das Öl am Anfang ein wenig oben absetzt. Das stört aber nicht.

Das Döschen mit dem Deo am besten verschlossen und kühl lagern. Kühlschrank muss nicht sein, aber auch nicht unbedingt die feuchtwarme Luft im Badezimmer. Ich hab’s im Schlafzimmer beim Spiegel stehen. Das Schlafzimmer hat immer so um die 20°C. Das ist die optimale Lager-Temperatur. Mitgenommen habe ich es bisher noch nie, da das Eincremen am Morgen ausreichte. Im Sommer muss ich dann sehen, wie lange es anhält. Wie gesagt, bisher war es super. Ich fühle mich wirklich viel trockener. Ich habe kaum bis gar keine Schweißflecken mehr an meinen Shirts und Blusen. Und wenn ich „rieche“, dann dufte ich nach Lavendel. Meine Tochter sagt dann immer, das ganze Haus duftet nach mir :-)

Ich möchte noch gerne probieren, das Deo statt mit Kokos-Öl mit Kakaobutter zu machen. Eventuell ist das für den Sommer die bessere Alternative bzgl. weich werden des Deos. Ich werde euch berichten.

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