Ilse

Das Wochenende mit seinem stürmischen Wetter war nicht gerade geeignet für winterliche Aktivitäten, vom fehlenden Schnee mal abgesehen :-). Wir waren daher Wellnessen und zuhause gab es ganz relaxt Burgunderbraten. Rindfleisch wurde bei mir ja eher stiefmütterlich behandelt, daher musste mal wieder Rindfleisch ran. Wie gesagt, Zeit hatten wir ja auch.

Für Burgunderbraten nimmt man am besten ein Stück aus der Hüfte. So ein Stückerl gab’s in unserem Geschäft am Freitag nicht mehr, daher nahm ich Schnitzelfleisch.

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Burgunderbraten kann auch in verschiedenen Versionen gekocht werden. Ich habe mein Fleisch für einen Tag in eine Marinade eingelegt und dann auf dem Herd geschmort. Der Braten kann aber mit oder auch ohne Marinade nach dem Anbraten im Ofen bei Niedrigtemperatur für mehrere Stunden gegart werden.

Zutaten für 4 Personen:
1 kg Rindfleisch zum Schmoren,
1 gute Flasche (0,75l) Burgunder Rotwein,
2-3 Zwiebel,
5 Wacholderbeeren,
5-10 Pfefferkörner,
1 Lorbeerblatt,
1 TL Thymian (oder ein Zweig),
1-2 Bund Suppengemüse (Sellerie, Karotten, Petersielwurzel, Lauch, Petersilie),
1 EL Tomatenmark,
Salz und Pfeffer,
2 EL Butterschmalz,
ev. etwas Schlagobers zum Verfeinern;

Zubereitung:
Das Fleisch in eine tiefe Schüssel legen und mit Wein begießen. Achtung: Das Fleisch muss zur Gänze mit Wein bedeckt sein. Die Zwiebel schälen und vierteln oder achteln und zur Marinade geben. Ebenfalls die Wacholderbeeren, Pfefferkörner und das Lorbeerblatt. Die Schüssel abdecken und über Nacht im Kühlschrank stellen.

Das Fleisch aus der Marinade holen und gut trocken tupfen. Danach mit Salz und eventuell Pfeffer gut von allen Seiten würzen. Das Suppengemüse putzen und in grobe Stücke schneiden.

Das Fleisch in Butterschmalz rasch rundherum anbraten. Die Marinade durch ein Sieb filtern und auffangen. Die Zwiebel aus der Marinade geben und mit dem Gemüse zum Fleisch geben und kurz mitbraten lassen. Danach das Tomatenmark einrühren und mit der gefilterten Marinade aufgießen und für ca. 1,5 Stunden auf mittlerer Hitze das Fleisch schmoren lassen. Wenn das Fleisch mürbe und weich ist, dann ist es fertig.

Das Fleisch aus dem Bratensaft holen, zur Seite legen und mit Alufolie abdecken. In der Zwischenzeit nun die Hälfte des Gemüses ebenfalls aus dem Saft holen und kurz zur Seite geben. Das verbliebene Gemüse mit einem Pürierstab gut pürieren. Den Saft noch mit etwas Schlagobers verfeinern und gut durchrühren.

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Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden, mit den beiseite gelegten Gemüsestücken und dem Bratensaft servieren. Dazu passen Kroketten, Kartoffeln, Nudeln und Preiselbeeren (eventuell in gedünsteten Pfirsich-, Birnen- oder Apfelhälften) sowie Salat oder auch gedünstetes Rotkraut.

Tipp: Ich habe einige rohe Gemüsestücke zurückbehalten und in einer separaten Pfanne kurz vor dem Anrichten mit etwas Öl angebraten. Das Schmorgemüse erhält vom Rotwein eine etwas fade und einheitliche Farbe :-) Das gebratene und geschmorte Gemüse habe ich anschließend vermischt.

Zum Essen darf natürlich auch ein gutes Glas Rotwein nicht fehlen :-)

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