Ilse

Faschierte Laibchen oder „Fleischlaberl“ gibt es in sooo vielen verschiedenen Variationen und mit verschiedenen Namen und alle sind einfach wunderbar. Heute stelle ich euch „unsere“ Laibchen vor, so wie ich sie kenne.

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Zutaten für 4-6 Personen:
2-3 altbackene Semmeln (oder ca. 150-200g Knödelbrot),
etwas Milch,
500g Faschiertes (Schwein, Rind gemischt),
Salz, Pfeffer, Majoran, Thymian,
1-2 Eier,
Fett zum Ausbacken,
Semmelbrösel;

Zubereitung:
Die trockenen Semmeln in kleine Stücke reißen und mit etwas Milch einweichen. Ich habe meistens Knödelbrot zuhause, so dass ich dann Knödelbrot nehme :-).

Je mehr Semmeln oder Knödelbrot man nimmt, desto mehr „streckt“ man die Masse. Das war der Trick unserer Großmütter um viele Mäuler zu stopfen.

Die eingeweichten Semmelstücke gut ausdrücken und in eine große Schüssel geben. Das Faschierte und die Eier dazu geben und mit den Gewürzen abschmecken.

Wer gerne Zwiebel mag, der kann auch eine klein geschnittene Zwiebel noch in die Masse mit rein geben.

Aus der Masse ca. 12 Laibchen formen. Sie sollten gleich dick sein. Das heißt auch den Rand immer schön zusammendrücken und die Mitte nicht zu hoch machen. Wie bei Burger-Patties also. Die Laibchen dann noch in Brösel wenden, das macht eine schöne „Kruste“.

Fett oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Es sollte schon ca. 1/2 cm Fett in der Pfanne stehen. Die Laibchen bei mittlerer Hitze rausbacken.

für die fertigen Laibchen nehme ich eine Auflaufform, die ich in den Ofen stelle (Heißluft ca. 100-150°C). Dort kann ich sie schön lagern, während ich die restlichen Laibchen ausbacke.

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Zu den Laibchen gibt es bei uns traditioneller Weise Kartoffelpüree, gerösteten Speck und Zwiebel und Salat der Saison.

Zutaten Kartoffelpüree:
1 kg Kartoffel,
50g Butter,
125 – 250ml Milch,
Salz, Muskatnuss;

Zubereitung:
Die Kartoffel schälen und in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden. Danach in reichlich Salzwasser weich kochen lassen. Wenn die Kartoffel weich sind (mit der Gabel in eine Scheibe stechen. Wenn das ganz leicht geht, dann sind die Kartoffel fertig.) das Wasser abgießen und mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer die Kartoffel zerdrücken.

ACHTUNG: keinen (Stab-)Mixer verwenden, sonst wird das Püree „schleimig“.

Den Topf mit den Kartoffeln wieder auf den Herd stellen und nur mehr ganz wenig Hitze einschalten. Danach die Butter und die Milch zu den Kartoffeln geben und gut durchrühren. Am Anfang etwas weniger Milch dazu geben und durchrühren. Es kommt immer darauf an, wie viel Stärke eine Kartoffel hat. Einmal braucht es mehr und einmal braucht es weniger Milch. Zum Schluss noch mit Salz und etwas geriebenere Muskatnuss abschmecken.