Ilse

Heute habe ich eine etwas sehr seltsame Suppe ausprobiert. Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen, Nüsse für eine herzhafte Suppe zu verkochen. Doch der Film „Rapunzel – Neu verföhnt“ hat mich auf diese Idee gebracht.

Diesen Film habe ich vor ein paar Tagen mit meiner Tochter angesehen. Dabei habe ich nebenher ein wenig mit dem I-Pad im WWW gesurft und bin auf den Blogevent von Nadine von „SweetPie – Süße Leckereien“ gestoßen. Dort werden Rezepte rund um klassische Märchen gesucht. Genau in diesem Moment kam der Satz von „Mutter“, dass sie Pastinaken gefunden habe und am Abend daher eine Haselnuss-Suppe für Rapunzel zubereiten wolle.

Da fiel der Groschen. Ich wollte dem Geheimnis dieser Suppe auf den Grund gehen und bei einem guten Ergebnis könnte ich dieses Rezept doch gleich bei dem tollen Märchen Blogevent einreichen :-)

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Wenn man/frau ein wenig darüber nachdenkt, dann kann man sich schon vorstellen, dass auch eine Nuss-Suppe möglich sein kann. Heute wird oft und gerne, gerade bei Low-Carb Gerichten, das Mehl mit geriebenen Nüssen ersetzt. Warum also nicht auch für Suppen.

Die Indianer im Nordosten der USA aßen die Nüssen und Eicheln, die sie in den Wäldern sammelten, nicht nur roh, sondern verwendeten sie genauso gemahlen als Zutat für Suppen und Brotteig. Sie waren für sie, ehe sie durch die weissen Siedler das Getreide kennenlerneten, eine Art Mehlersatz.

Na denn. Nun gab es noch eine Hürde zu nehmen. Wo bekommt man bei uns am Lande Pastinaken auf die Schnelle her. Gut dass wir im Nachbarort einen sehr gut sortierten Bio-Laden haben. Dort habe ich gleich 2 Stück Pastinaken erstanden. Die Pastinake wird heute gerne in der gehobenen Gastronomie eingesetzt und vor allen Dingen bei der Babynahrung. Ich habe sie bisher noch nie gegessen. Roh schmeckt die Pastinake ein wenig nach Sellerie und Karotte. Gekocht kann die Pastinake so ziemlich jede Form annehmen. Vom Schäumchen, über Süppchen bis hin zum Püree.

Nachdem ich gute Erfahrungen mit Gemüse-Chips gemacht habe, habe ich zur Deko auch gleich noch Pastinaken-Chips hergestellt. Voilà hier ist nun meine Haselnuss-Suppe mit Pastinaken und Pastinaken-Chips.

Haselnuss-Suppe-0001

Zutaten für 2 Personen:
50g geriebene Haselnüsse,
1 schmale Pastinake,
1 kleine Zwiebel oder Schalotte,
500ml Gemüsebrühe,
1 EL Honig,
1 Schuß Schlagobers (Schlagsahne),
Pfeffer,
Petersilie;

Zubereitung:
Die Pastinake und Zwiebel schälen und klein würfeln. Gemüsebrühe in einem Suppentopf ansetzen. Das Gemüse mit den Haselnüssen in den Suppentopf dazugeben und aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren, den Honig dazugeben und die Suppe ca. eine Stunde leicht köcheln lassen. Zum Schluß mit viel Pfeffer würzen und mit einem Schuß Schlagsahne verfeinern. Zum Garnieren gerne mit Petersilie anrichten.

Für die Chips habe ich einfach die Pastinake geschält und mit dem Sparschäler in dünne Scheiben gehobelt. Die Chips auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Öl bepinseln und mit wenig Salz bestreuen. Die Chips für ca. 10-15 Minuten bei 200°C Heißluft (ich habe gleich drei Bleche gemeinsam gemacht) rösten lassen. Die Bleche rausgeben, wenn die Ränder der Pastinaken braun werden. Die Pastinaken werden erst beim Abkühlen wunderbar cross.

Die Suppe ist sehr gehaltvoll und füllend. Ich fand die Suppe wirklich wunderbar. Ich möchte sie beim nächsten Mal gerne mit einem anderen Gemüse oder pur probieren. Ich glaube, dass Karotten, Sellerie oder Kohlrabi wunderbar harmonieren könnten.