Ilse 30 min. 25 min.

Ich musste erst so „alt“ werden bis ich mich an die Kardinalschnitte traute. Doch mit ein bisschen Wissen ist die Schnitte aber gar keine Hexerei, wie ich finde. Was ich aber gar nicht mag, ist die Kaffeecreme die meistens dazwischen ist. Ich habe mich daher an das Original gehalten, wo nur Preiselbeermarmelade und Schlagobers dazuwischen kommt :-) Ist auch geschmacklich viel besser.

Nun warum heißt die Kardinalschnitte eigentlich so? Hm, nach vielerlei Suchen kam mir die folgende Antwort am plausiebelsten vor. Die Baisermasse (weiß) und die Biskuitmasse (gelb) spiegeln die Farben der Kirche wieder. Na soll’s so sein. Hauptsache sie schmeckt himmlisch oder vielleicht kommt es vom himmlischen Geschmack? Kann auch gut sein. Jeztt aber rann an den Kuchen.

Das Rezept ist für 2 Blech mit insgesamt 6 Streifen, also bringt man 2 Schnitten raus. Pro Schnitte kann man sicher an die 8 Portionen runter schneiden. Nachdem sie aber sooo gut schneckt, sind die beiden Schnitten aber sicherlich schnell verputzt, das kann ich euch versprechen :-) Ansosnten die Portion halbieren. Bei den Eiern aufrunden, der Rest geht super zu halbieren.

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Zutaten für das Baiser:
7 Eiklar,
150g Zucker,
50g Maisstärke;

Zutaten für die Biskuitmasse:
7 Dotter,
2 ganze Eier,
70g Zucker,
1 Pkg Vanillezucker,
80g Mehl;

Creme:
500ml Schlagobers,
50g Staubzucker,
2 Pkg Sahnesteif,
Preiselbeermarmelade;

Zubereitung:
Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. 2 Spritztüten bereitlegen. Wer keine Spritztüten hat, kann auch aus Backpapier ein Stanizel drehen oder einen großen Tiefkühlbeutel nehmen.

Zuerst die Eier trennen. Eiklar und Dotter jeweils in zwei große Schüsseln geben. Das Eiklar steif schlagen, danach langsam Zucker und Maisstärke einarbeiten und die Masse weiter schlagen. Die Baisermasse muss wirklich sehr steif sein.

Danach zu den Dottern noch die ganzen Eier, Zucker und Vanillezucker geben und ebenfalls gut aufschlagen. Zum Schluss noch langsam das Mehl unterheben. Die kann mit einem Spatel erfolgen.

Nun die beiden Massen in die Spritztüten geben. Zuerst 3 x 3 Bahnen Baiser darauf dressieren. Danach jeweils 2 Streifen Biskuit dazwischen dressieren.

Es sollte folgendermaßen aussehen: Baiser-Biskuit-Baiser-Biskuit-Baiser, danach Abstand und das Ganze insgesamt drei Mal. Die gleichen Bahnen auch auf das zweite Blech dressieren.

Wer möchte kann diese Bahnen nun mit Staubzucker bestreuen.

Beide Bleche für ca. 25 Minuten backen. Wenn der Baiser danach etwas Farbe angenommen hat und das Biskuit schön aufgegangen ist, dann den Ofen ausschalten, die Ofentür etwas öffnen und die Bleche ca. 5 Minuten darin abkühlen lassen und erst dann aus dem Ofen holen.

Auf der Arbeitsfläche zwei Backpapierbögen auslegen und die beiden Bleche darauf stürzen. Das Backpapier vorsichtig ablösen und die sechs entstandenen Bahnen fertig auskühlen lassen.

Für die Creme das Schlagobers, Zucker und Sahnesteif steif schlagen.

Nun wird die Schnitte zusammengesetzt. Auf den ersten Boden Preiselbeermarmelade geben und vorsichtig verstreichen. Wenn die Marmelade sehr fest ist, dann kann diese etwas erwärmt werden, so lässt sie sich leichter verstreichen.

Danach einen Teil Schlagobers darauf geben. Jetzt den zweiten Boden auf die Creme setzen. Wieder Preiselbeermarmelade auf den Boden streichen und nochmals Schlagobers darauf setzen und verstreichen. Den letzten Boden umdrehen, so dass die schöne Seite nun oben liegt und auf die Creme setzen.

Das Ganze nochmals mit den restlichen drei Böden machen. Fertig ist die Kardinalschnitte (mal Zwei :-). Diese sollten jetzt für ein paar Stunden kalt gestellt werden, so dass die Masse noch etwas anziehen kann und die Creme sich gut mit den Böden verbindet.

Vor dem Anschneiden kann die Kardinalschnitte noch mit Staubzucker bestreut werden.

Die Schnitte schmeckt so wunderbar luftig und leicht, ich liebe sie.

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