Ilse

Melli von touche à tout hat das Buch „Seelenwärmer“ auf Reisen geschickt.

seelenwärmer

Die Gerichte sollen frierende Personen von innen erwärmen. Das Buch ist informativ und sehr lustig. Auch die Aufmachung spricht sofort an. Es gibt wirklich einige Aha-Erlebnisse und viele sehr gute Rezepte darin zu finden. Ich habe das Buch gerne durchstudiert und mir mit meinem Mann ein wirklich tolles Rezept rausgesucht.

Da mir mein Mann und meine Tochter zum Muttertag das Gericht zubereiten sollten, brauchte ich etwas, das meinen Mann sofort anspricht. Was ist da geeigneter als ein Rindersteak und das auch noch flambiert.

Flambieren ist eine besondere Zubereitungsart, bei der Speisen unter Zuhilfenahme von Hochprozentigem angezündet werden – dabei entsteht kurzzeitig eine leuchtende Flamme. Der Alkohol hinterlässt sein Aroma auf dem jeweiligen Gericht. Der Alkoholgehalt allerdings schwindet durch die Hitze beim Flambieren.

Unsere Tochter bereitete als Beilage ein Kartoffelgratin und (Tiefkühl) Gemüse zu. Kartoffelgratin wäre das zweite Gericht aus dem Seelenwärmer Buch. Meine Tochter hat sich aber für die Mikrowellen-Variante und nicht für die im Buch beschriebene Ofen-Variante entschieden, da diese kinderfreundlicher vorzubereiten ist. Mir soll’s recht sein am Muttertag :-)

Zutaten:
2cl Rum, Cognac,… mindestens 40% Alkoholgehalt,
2EL Butterschmalz,
4 Rinderfiletsteaks,
Salz und Pfeffer,
1 kl. Glas eingelegter grüner Pfeffer (Abtropfgewicht 40g),
125g Schlagobers (Sahne);

Zubereitung:
In einer Pfanne (diese darf/soll nicht Teflon beschichtet sein) das Schmalz erhitzen und das Fleisch darin von jeder Seite 3 Minuten scharf anbraten. Die Pfefferkörner aus dem Glas abgießen und mitschmoren lassen.

Das Fleisch aus der Pfanne auf eine Alufolie legen von beiden Seiten würzen und zum Rasten einwickeln. Das Fleisch ein paar (2-5) Minuten ruhen lassen.

Fleisch zurück in die Pfanne legen. Das Fleisch flambieren und den Alkohol komplett ausbrennen lassen. Nun die Sahne hinzugeben, Sauce abschmecken und die Steaks sofort anrichten.

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Flambieren:
Den Rum in einem Wasserbad erwärmen. Der Alkohol muss mindestens Zimmertemperatur haben, damit er sofort und gut brennt. Den warmen Alkohol in eine Schöpfkelle geben, dort mit einem langen Zündholz anzünden und über das Fleisch leeren.

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Tipps zum Flambieren:
Nie mehr als ein Schnapsglas (2cl) voll Alkohol verwenden. Der Alkohol könnte sonst den Geschmack des Gerichtes übertönen.
Das Gericht muss fertig gegart sein, die Herdplatte muss ausgeschalten sein.
Der Alkohol muss mindestens Zimmertemperatur haben, daher das Glas mit dem Alkohol in einem Wasserbad erwärmen.
Die Stiele der Kelle und der Pfanne sollen aus nicht brennbaren Materialien bestehen.
Lange Zündhölzer verwenden.
Wenn in der Pfanne viel Flüssigkeit ist, die Pfanne schräg halten und den brennenden Alkohol auf die „trockene“ Stelle gießen.
Gut darauf achten, dass der Alkohol wirklich zur Gänze verbrannt ist. Oft sieht man die violetten Flammen nicht sehr gut.
Ausreichend Abstand halten!

Mein Rum hatte 60% Alkoholgehalt. Das Flambieren war daher wunderbar einfach. Je höher der Alkoholgehalt, desto schöner die Flammen. Wer die Tipps beherzigt kann eigentlich nichts falsch machen.

Hier noch ein Tipp zum Steak.
Um herauszufinden, wie sich das Fleisch durch das Braten verändert, hilft ein Druck mit der flachen Gabel auf das Fleisch. Je weniger das Fleisch nachgibt, desto durchgebratener ist das Fleisch. Ein Vergleich mit der Daumendruckmethode hilft zu verstehen, welchen Garpunkt das Fleisch erreicht hat. Dazu den Daumen mit einem der anderen Fingern der selben Hand berrühren. Keinen Druck ausüben. Mit der anderen Hand auf den Daumenmuskel drücken.

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Seelenwärmer – Kochrezepte und Wohlfühl-Tipps für kalte Tage, das Buch von Karin Hertzer und Peppi Kalteis. Ein absolut guter Geheimtipp für Alle, die leicht und oft frieren. Mit diesen Rezepten wird Einem ganz warm ums Herz und im ganzen Körper.