Ilse

Gulasch ist ein Eintopf der Magyaren (Ungarn), den es in vielen Variationen gibt. Was bei uns Gulasch heißt, nennt man in Ungarn Pörkölt oder Paprikás. Pörkölt bedeutet „angeröstetes“ und Paprikas enthält Paprika. Dieses Gulasch wird sowohl angeröstet als auch mit Paprika versehen. Wir lieben das ganz normale Rindsgulasch. Dazu kommt auch noch mein Druckkochtopf zum Einsatz, dann dauert das schmoren nicht so lange.

Die meiste Arbeit aber ist das Zwiebel schneiden. Denn beim Gulasch ist es wichtig genau so viele Zwiebeln (an Gewicht) wie an Fleisch zu nehmen. Weinen vorprogramiert. Meine Oma hat mir mal den Tipp gegeben, das Holzbrett kalt abzuspülen, dann sollen die Zwieblen nicht zu Tränen rühren und es hilft :-)

Gulasch-0016

Zutaten:
500g Zwiebeln in Würfeln geschnitten,
500g Rinds-Gulasch-Fleisch,
1 EL Rapsöl,
1-2 EL Tomatenmark,
2 EL Paprikapulver edelsüß,
1 Schuß Apfelessig,
Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran, Thymian, Lorbeerblatt

Zubereitung:
Die Zwiebel schneiden und mit etwas Öl im Druckkochtopf anbraten. Sie sollen schön braun, aber nicht schwarz werden.

Danach das Fleisch in 4×4 cm große Würfel schneiden. Die Fleischstücke sollen nicht zu klein sein. Wenn sie noch etwas größer sind, macht das auch nichts. Die Fleischwürfel zu den Zwiebeln geben und rundherum scharf anbraten.

Nun das Tomatenmark und das Paprikapulver dazu geben und gut durchrühren. Mit einem Schuß Essig ablöschen und mit soviel Wasser begießen, dass das Fleisch gut bedeckt ist.

Jetzt können sämtliche anderen Gewürze dazu gegeben werden. Mit Salz nicht sparen, da das Fleisch sonst keinen Geschmack bekommt.

Den Deckel des Druckkochtopfes schließen und den Topf bei voller Hitze kochen lassen, bis zwei Ringe zu sehen sind. Danach die Hitze zurückdrehen und den Topf für ca. 20 Minuten weiter unter Druck kochen lassen. Danach den Herd ausschalten und den Topf darauf stehen lassen, bis der Druckstift wieder gänzlich verschwunden ist. Das ganze Prozedere dauert ca. eine Stunde. Danach den Deckel öffnen das Fleisch rausfischen und kurz auf einem Teller zur Seite stellen, die Lorbeerblätter ebenfalls rausfischen und wegschmeißen. Mit einem Stabmixer nun die sämige Sauce durchmixen. Das Fleisch wieder zurück zur Sauce geben. Fertig ist das Gulasch.

Die Sauce muss normalerweise nicht durchgemixt werden. Da meine Tochter aber keinen Zwiebel isst, mache ich es eben so.

Wer die Sauce sämig haben will und sich das Mixen ersparen möchte, der kann vor dem Wasser begießen noch 1-2 EL Mehl unter das Fleisch rühren und dann aufgießen. Das Mehl dickt ebenfalls die Sauce ein.

Zu einem Rindsgulasch gibt es bei uns ganz schlicht Semmerl. Ich mag noch gerne frischen Salat vom Garten dazu. Wenn ich mich mal durchsetzen kann, dann mache ich auch gerne Spätzle als Beilage dazu. Meistens aber werde ich überstimmt :-(

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