Ilse

Ich habe im Netz bei Rezepten schon öfters über Steckrüben gelesen, aber ich wusste nicht was Steckrüben sind. Manche haben gemeint gelbe Rüben (gelbe Karotten) andere meinten das was wir in Österreich Kohlrabi nennen sei die Steckrübe, aber nein ich habe sie gefunden. Die Steckrübe sieht aus wie eine Mischung aus Roter Rübe (Rote Beete) und Sellerieknolle. Sie ist etwas kleiner als Sellerie und das Fleisch sieht einem Kürbis ähnlich. Das Fleisch ist nämlich orangefarben und weicher als Sellerie. Eine total geniale Frucht eigentlich.

Komisch eigentlich, dass es sie so gar nicht recht oft gibt. Ich musste nämlich in die Stadt zu einem relativ großen Bio-Laden fahren um die Steckrübe überhaupt zu bekommen. Also habe ich eine Steckrübe mit nach Hause genommen und überlegt, was ich daraus mache, da ist mir dieses Rezept in die Hände gefallen. Ich habe es für 2 Personen gemacht, dazu noch Reis bzw. für mich Karfiol-Reis (Blumenkohl-Reis) und Ofen Hühnchen.

Also als Hauptspeise mit Reis oder Brot werden locker 3 Personen satt. Als Beilage können locker 4 Personen damit versorgt werden.

Zutaten für 2 Personen:
1 Zwiebel (100g),
1 Knoblauchzehe,
350g Steckrüben (1 Rübe),
350g Karotten (4 Stück),
1/2 Dose Kokosmilch (200ml),
1 TL rote Currypaste, 1 TL Currypulver,
1 TL gemahener Koriander,
Salz,
eventuell Schnittlauch;

Zubereitung:
Backofen auf 200°C Heißluft vorheizen.

Kokosmilch, Currypaste, Currypulver und Koriander in einem Bräter verrühren.

Zwiebel und Knoblauch schälenm, fein würfeln und in den Bräter geben.

Steckrübe schälen und in Daumennagel große Stücke schneiden, ebenfalls in den Bräter geben.

Karotten schälen, in Scheiben schneiden und auch in den Bräter geben.  Das Ganze etwas salzen, den Deckel auf den Bräter geben und das Curry nun im Ofen 45-50 Minuten garen lassen. Dabei die Hitze auf 180°C runter drehen. Auf den Teller anrichten und eventuell mit Schnittlauchröllchen dekorieren.

Nachdem ich für meine Familie noch Hühnchen dazu gemacht habe, habe ich das Curry ziemlich weit unten im Ofen platziert. Darüber habe ich einen zweiten Gitterrost gegeben und das Ofenhühnchen gemacht. Ich nehme dazu meine heißgeliebte Email-Pfanne gebe die Hühnerteile rein, würze kräftig mit Salz und Brathähnchengewürz von Sonnentor (das hat mir meine Maus einmal extra von ihrem Taschengeld gekauft und geschenkt), dann gebe ich noch ein großzügiges Butterstück auf die Hühnerteile und Wasser für die Sauce dazu, dann ebenfalls ab damit in den Ofen. Garzeit auch ca. 45-50 Minuten.

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Meine Lieben haben also Hühnchen mit Curry und Reis gemampft. Ich habe mir Karfiol-Reis (Blumenkohl-Reis) gemacht und Curry dazu. Ob als Hauptspeise oder als Beilage, das Curry ist wirklich zu empfehlen. Ich könnte mir aber auch vorstellen, im Herbst das Curry anstatt mit Steckrüben das Ganze mit Kürbis zu probieren. Kohlrabi oder Sellerie könnte auch als Ersatz der Steckrübe gut funktionieren. Ich werde darüber berichten.

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Auf den ersten Blick sieht man den Unterschied zw. Reis und Karfiol-Reis gar nicht. Erst bei genauer Betrachtung merkt man, dass der Reis etwas anders aussieht.

Vor kurzem haben mein Mann und ich den Film „Der Pianist“ angesehen und was sahen wir da? Szpilman versteckte sich in einem leeren Krankenhaus und in der Küche fand er doch glatt eine Steckrübe, die er mitnahm. Auch im TV kommt die Steckrübe (vor allen Dingen bei 1. und 2. Weltkriegsfilmen) vor.

Nach dem Film habe ich mit Oma darüber gesprochen und sie meinte, dass ihr niemlas mehr in ihrem noch verbleibendem Leben  eine Steckrübe ins Haus kommt. Die Steckrüben wurden nämlich in Kriegszeiten für fast alle Speisenzubereitungen hergenommen (Süß, sauer, sogar als Kaffee-Ersatz,…). Steckrüben nehmen den Geschmack der zweiten Frucht/ des zweiten Gemüses an.  So kann man zb aus wenigen Äpfeln viel Apfelmus herstellen usw.

Dabei ist die Steckrübe aber sehr gesund.

Steckrüben sind aufgrund ihres hohen Traubenzuckergehalts perfekte Energielieferanten. Außerdem stecken in ihrem Fleisch jede Menge Kalzium, Kalium, Vitamin C und Senföle, die entzündungshemmend auf Magen und Darm wirken. Steckrüben enthalten viel Beta-Karotin, die Vorstufe von Vitamin A, das für gesunde Haut und scharfe Sehkraft sorgt und wichtig ist für das Wachstum von Schleimhäuten und den Stoffwechsel.

So dick und knubbelig Steckrüben auch aus der Erde kommen, ihre Esser halten sie schön schlank. Denn wegen ihres hohen Wasseranteils sind die Rüben äußerst kalorienarm.
(Quelle: gesundheit.de)