Ilse

Vor Kurzem waren wir in einem sehr gemütlichen Studenten-Lokal. Diese sind spezialisiert auf Flammkuchen aller Art. Dort habe ich natürlich einen Flammkuchen probiert und musste ihn zuhause natürlich gleich nachbacken.

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Flammkuchen ist einer Pizza sehr ähnlich. Der Teig ist mit oder ohne Hefe. Der Boden wird hauchdünn ausgerollt und mit Crème fraîche oder Sauerrahm bestrichen und dann nach Lust und Laune belegt. Der Flammkuchen braucht auch nicht sehr lange im Ofen. Früher wurde der Flammkuchen als Probierportion gemacht um zu Testen, ob der Ofen schon richtig zum Brotbacken temperiert war. Oft wurde er noch auf der Flamme gebacken. Von daher kommt der Name.

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Ich habe mich bei meinem Flammkuchen für einen Germteig (Hefeteig) entschieden, da meine Tochter dann eine Pizza für sich haben konnte :-)

Zutaten Teig:
500 g Weizenmehl,
1 Pkg Trocken-Germ,
250 ml warmes Wasser,
4 EL Öl,
1 TL Salz;

Zutaten Belag:
Ziegenfrischkäse,
etw. Milch,
Birne mit festem Fruchtfleisch,
Pinienkerne,
Zwiebel;

Zubereitung:
Der Teig wird wie ein normaler Germteig zubereitet. Hier der Link zur Zubereitung.

Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen und das Backblech mit aufheizen lassen.

In der Zwischenzeit den Ziegenfrischkäse mit etwas Milch verrühren. Nur so viel Milch dazu geben, dass eine gut verstreichbare „Creme“ entsteht. Die Birne vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch in 2-3 Millimeter dunne Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls in Streifen schneiden. Wer mag, kann die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten.

Den Teig nach dem Rasten auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Dazu am besten den Teig einmal ausrollen. Etwas warten, damit er sich wieder zusammenziehen kann und dann noch 1-2 mal ausrollen, bis der Teig maximal 5mm dick ist.

Das Blech aus dem Ofen holen, mit etwas Öl beträufeln und mit einem Pinsel verstreichen. Den vorbereiteten Teig auf das Blech geben. Jetzt die Ziegenkäsecreme als Basis auf den Teig streichen. Danach die Birnenscheiben, die Zwiebelscheiben und zum Schluss die Pinienkerne darüber geben. Wer mag, kann auch noch ein paar Küchenkräuter darauf verteilen.

Das Blech mit dem Flammkuchen dann für ca. 5-10 Minuten in den Ofen geben. Sobald der Teigrand schön goldbraun ist und der Belag durchgegart ist, ist der Flammkuchen auch schon fertig.

Der Teig reicht für ca. 4 Personen.

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Der ursprüngliche Belag so wie der Flammkuchen im Elsass gegessen wird, sind Speckwürfel und Lauch mit einer Sauerrahm oder Créme fraîche Basis. Aber es kann nach Lust und Laune (herzhaft oder süß) belegt werden. Alles ist erlaubt :-)

Beispiele gefällig?
Camembert und Preiselbeeren,
Speck und Zwiebel (oder Lauch),
Lachs und Kren (Meerrettich),
mit geröstetem Gemüse,
Salami und Sauerkraut,
Feigen und Honig,
süße Beeren,
Kirschen,
getrocknete Tomaten, Oliven und Thunfisch,
Kartoffel und gerösteten Zwiebelringen,
usw.

KüchenAtlas-Blogparade: Weiß wie der SchneeDieser Flammkuchen passt genau zum Blogevent von Küchenatlas das unter dem Motto „Weiß wie der Schnee„. Mein Belag war dieses Mal wirklich nicht sehr farbenfroh :-)