Ilse

Yeah, die Spargelzeit ist da. Ich liebe Spargel; der Rest der Famile eher weniger. Also was machen, damit ich nicht auf meinen Spargel verzichten muss. Es gibt ihn ja meist in 500g Bündeln. Wie ich mich freue, wenns den holis Markt gibt. Ohne Verpackung und nur das, was man braucht. Der Standort ist nun fixiert und die Eröffnung rückt immer näher. Aber nun zu meinem Spargel Problem. Wir haben es so gelöst, dass ich Flammkuchenteig vorbereitete, und jeder konnte den Teig dann belegen wie er/ sie wollte. Ich natürlich mit Spargel. Den verbliebenen Rest habe ich dann heute ganz klassisch mit Sauce Hollandaise und Kartoffel verputzt.

Flammkuchen gibt es in verschiedenen Arten. Der Teig kann entweder mit Hefe oder mit Öl zubereitet werden. Die Hefe-Version habe ich bereits hier verbloggt. Heute gibt es den Teig in der Öl Version. Ganz schnell und leicht.

Spargel-Flammkuchen-0003

Zutaten für 4 Personen
Teig:
300g Mehl,
125ml Mineralwasser mit Kohlensäure,
4 EL neutrales Öl,
1 Prise Salz;

Belag:
250g grüner Spargel,
250g weißer Spargel,
4 getrocknete in Öl eingelegte Tomaten,
etwas Öl vom Tomatenglas,
1 Schalotte,

1 Becher (125g) Crème fraîche,
ev. etwas Sauerrahm,
Bärlauchpesto/ Knoblauch,
Pinienkerne,
Salz, Pfeffer;

Zubereitung:
Zuerst den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Teig, alle Teig-Zutaten in einer Rührschüssel vermischen. Ein Speiselöffel genügt. Sobald der Teig schon etwas „klumpig“ ist, kann er auf die Arbeitsfläche geleert und fertig geknetet werden. Ist der Teig zu bröselig, dann noch einen kleinen Schluck Mineralwasser dazu geben. Ist der Teig zu feucht, dann noch etwas Mehl einarbeiten. So vermeide ich immer eine große Sauerei :-) Den Teig zur Seite legen und rasten lassen. Am besten im Kühlschrank oder in einem kühlen Raum.

Nun den Belag vorbereiten. Dazu den weißen Spargel mit einem Sparschäler putzen, die holzigen Enden abschneiden und dann schräg in 0,5 cm dicke Ringe schneiden. Den grünen Spargel braucht man nicht zu schälen. Er ist von Haus aus feiner. Nur das Ende abschneiden und dann ebenfalls schräg in Ringe schneiden. Diese können dicker als die weißen Ringe sein. Grüner Spargel braucht nicht so lange um Gar zu werden, als weißer Spargel.

Die Schalotte schälen, halbieren und in Halbringe schneiden. Die getrockneten in Öl eingelegten Tomaten in kleine Stücke schneiden.

In einer Pfanne etwas von dem Tomatenöl geben und alle Belagszutaten kurz (max. 5 Minuten) anbraten lassen. Mit Gewürzen nach Wahl (ich habe nur etwas Salz und Pfeffer genommen, die Tomaten waren schon würzig genug) würzen und die Pfanne zur Seite stellen.

Nun die Arbeitsplatte bemehlen, den Teig in 4 Teile teilen und mit einem Nudelholz sehr dünn auswalken. Das geht am besten in dem man den Teig auswalkt, dann kurz wartet und ihn zurückziehen lässt, dann wieder walkt usw. bis der Teig wirklich sehr dünn ist.

Zwei Teigfladen auf ein mit Öl bestrichenes Bachblech legen. Die Hitze des Bleches lässt den Boden gut mitbacken (ähnlich wie in einem Holzofen). Nun etwas Crème fraîche (eventuell mit etwas Sauerrahm verrühren) auf die Fladen geben und gut verstreichen. Jetzt das vorbereitete Gemüse darauf verteilen und zum Schluss noch etwas Bärlauchpesto und Pinienkerne darüber geben. Wer kein Bärlauchpesto hat, kann es natürlich weg lassen oder aber mit geschnittenem Knoblauch ersetzen.

Das Backblech in den Ofen geben und ca. 10 Minuten backen lassen, bis der Rand schön goldbraun ist. Mit den restlichen zwei Fladen ebenso verfahren.

Achtung: Ich nehme hier immer Ober-/Unterhitze und gebe nur 1 Blech in den Ofen. Mit Heißluft und zwei Blechen habe ich in diesem Fall keine so gute Erfahrung gemacht.